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Brief an Huschke Mau

Huschke Mau hat sich über ein Interview von Miriam Dehne im @derstandardat zur neuen ARD-Serie „Selling S€x“ empört. Auf einige Punkte ihres Rants bin ich in Instagram Stories eingegangen.

💌Warum ich Huschke Mau nun direkt adressiere:
Sie spricht überwiegend für und zu ihrer eigenen Bubble – sehr emotional und einseitig, oft voller scharfer Urteile und über Menschen, die außerhalb dieser Community stehen. Seit Langem beobachte ich Huschke Mau schon, ihre Auftritte an gewöhnungsbedürftigen Orten (zB: 04/2026 auf dem Fundi-Freiheit-Kongress) und beschäftige mich mit ihren teils krass zugespitzten Aussagen.

🎬Schaut Euch die ARD-Serie am Besten selbst an. Macht Euch ein Bild. Bemüht Euch um Komplexität bei den Themen Sexarbeit und Menschenhandel.

Hier der Text des Briefes (in der Langfassung)

Hallo Huschke Mau,

leider hast Du mich blockiert, wahrscheinlich erträgst Du meinen Dreck nicht. Wenigstens musst Du dafür nicht mit „Deinen Gebühren“ bezahlen, wie Du auf Instagram gegenüber der ARD gewütet hast.

Andere Perspektiven verharmlosen nicht automatisch Leid. Dass es Menschen in der Sexarbeit gut geht, ist und bleibt: erfreulich. Dass Menschen durch Menschenhandel Gewalt angetan wird ist und bleibt: schrecklich. Eine Serie ändert nichts daran.

Aber Einseitigkeit kann Leuten sehr schaden. Auch ungefilterte Emotionen haben große Macht. Beides kommt in Deiner Arbeit reichlich zum Einsatz.

Du wünschst Dir etwas ganz Anderes als ich, okay, damit kann ich leben. Ich spreche Dir Deine Perspektive nicht ab. Und Du? Kannst Du gut mit Ambivalenz und anderen Perspektiven leben?

Du hast ein großes Publikum, das nutzt Du auch für die Sache, die Dir so wichtig ist. Dabei sprichst Du häufig zu und für Deine eigene Bubble. Nur echte Gespräche mit Leuten, die Deine Ansicht nicht teilen, kenne ich wenige. Weichst Du dem aus?

Grüße
Ruby

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Geschichten aus dem Nähkästchen – Texte meiner Kunden

 

Als Sexarbeiter*in benötige ich vor allem zwei Dinge: Einfühlungsvermögen und Fantasie.
Neben allen möglichen weiteren Fähigkeiten sind diese beiden Qualitäten für mich die wichtigsten.
Auch meine Gäste und Gäst*innen müssen etwas mitbringen, außer Geld für die Session, Blumen und Bücher : Die Bereitschaft sich mir zu öffnen und über sexuelle Vorstellungen – so ehrlich wie möglich – zu kommunizieren. Stellt euch das vor, wie einen Reißverschluss, je mehr ich weiß, umso besser verbinden sich die einzigen Elemente miteinander.

Manchmal kann das ganz bezaubernde, beiläufige Ergebnisse erzeugen: Manche meiner Klient*innen haben Talente, ihre Fantasien und Wünsche kreativ in Worte zu fassen. Um solche Texte geht es in den folgenden Blogbeiträgen. Sie sind nicht von mir, aber ich habe die Genehmigung sie zu veröffentlichen.

Kurz ein paar einschränkende Worte, bevor ich missverstanden werde.
Das sind keine unverlangt eingesandten Buchstabenergüsse über 10 Seiten! Meine Begeisterung über solche unverlangt eingesandten Drehbücher hat sehr überschaubare Grenzen. Denn oft schicken potentielle Gäste (in der Regel cis-männliche Exemplare, sorry to say) mir sowas für 15-30min Sessions, die niemals stattfinden werden.  Sätze, wie „Über das Honorar müssten wir dann auch noch mal sprechen“  gratis dazu.
Ich habe in zwölf Jahren gelernt, solche Nachrichten zu ignorieren. Meist sind sie eine sichere Red-flag, und ich beende an dieser Stelle die Kommunikation von meiner Seite.
Es geht in dieser Reihe also nicht um SPAM, sondern um Texte, über die ich mich regelmäßig freue.

Manchmal fragen meine Gäste mich höflich, darf ich Dir eine Fantasie von mir senden?
Oder sie verarbeiten eine Session, die wir erlebt haben, wie hier in diesem wunderschönen Text eines lieben Kunden.
Jede Woche eine Geschichte…

 

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