BIOGRAFIE
Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit sind für mich kein Status Quo, sondern eher ein Prozess, der darin besteht, dass aus Ungerechtigkeit (mehr) Gerechtigkeit wird.
Antidiskriminierungsarbeit im Kontext von Sexarbeitsfeindlichkeit ist für mich daher Puzzlestück unter vielen, die zusammengenommen ein Bild aus unterschiedlichen Privilegierungs- und Diskriminierungserfahrungen entstehen lassen. Die Reflexion, das Verlernen von eingeübten Unwert-Urteilen gegenüber Sexarbeitenden lässt sich dadurch besprechbar und verlernbar machen.
Meine Ausbildung zur Social Justice – Trainer*in ist nun schon ein paar Jahre her. Eine gute Ausbildung, aber im Grunde wenig anschlussfähig in der täglichen Arbeit, leider. Es war wie immer:
Viele Versprechungen und Hoffnungen, und dann hohe Barrieren.
Wichtig für diese Biografie-Sektion ist das Folgende: Die Ausbildung prägt meine Workshops, aber ich biete keine reinen Social Justice Trainings an. Im Vordergrund steht stets: Diskriminierungen sind miteinander verwoben , und erfolgen oder werden vor einem Hintergrund historischer und kultureller Entwicklungen aufrecht erhalten. Meine Arbeit wurzelt im Wunsch, dass Solidarität und Verbündet-Sein emotional, praktisch und theoretisch funktioniert.
Ich arbeite vor allen zu den Themen Sexarbeitsfeindlichkeit, Antifeminismus, Frauen-RECHTS-Bewegung und Christlicher Fundamentalismus.
Buchbar bin ich für Vorträge, Keynotes, Workshops, Bildungsurlaube und Abendveranstaltungen.
Wenn möglich biete ich immer wieder Formate kostenfrei/pro bono an, wenn es meine wirtschaftliche Situation erlaubt.
Leider werden die Stimmen sexarbeitender Menschen gesellschaftlich stark marginalisiert. Aus diesem Grund sehe ich derzeit keine andere Möglichkeit als mich trotz und wegen meiner eigenen Getroffenheit an der Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit zu beteiligen. Auch wenn es dann oft „Ausnahme“ heißt, oder zu „emotional“ oder „unwissenschaftlich“.
Nothing about us without us!
Die eigene Getroffenheit birgt immer auch das Risiko von neuen Verletzungen oder der Reaktivierung von Diskriminierungstraumata.
Daher ist es mir sehr wichtig, dass die Räume, in denen ich arbeite themenorientiert und professionell sind. Eine Bereitschaft zur Wahrnehmung und Abbau eigener sexarbeitsfeindlicher Gedanken und Handlungskonzepte setze ich dabei voraus. Ich benühe mich um Fehlerfreundlichkeit und Wohlwollen, aber auch meine Ressourcen sind endlich.
Als Speaker*in zur Diskriminierung von Sexarbeiter*innen nehme ich seit 2018 an Veranstaltungen, Podiendiskussionen oder Konferenzen teil. Anti-Bias-Trainings zum Thema Sexarbeitsfeindlichkeit biete ich seit 2020 an. Seit 2019
Von 2019 bis 2025 war ich Teil des Vorstands von Hydra e.V.
Seit 2021 bin ich Teil des Beirats von bufaS e.V.
2021/2022 habe ich die Ausbildung Social Justice & Diversity am gleichnamigen Institut absolviert.
Seit 2022 bin ich Teil des Beirat der Meldestelle Antifeminismus.
2023 nahm ich an der Weiterbildung Kompetent gegen Rechtsextremismus teil.
2024 haben zwei weitere Personen und ich das Recherche-Kollektiv FundiWatch gegründet.
2025 erschien mein Buch „Warum sie uns hassen – Sexarbeitsfeindlichkeit“
2026 beteilige ich mich an der Studie „Situation von Sexarbeiter*innen in Frankfurt am Main“, im Auftrag des Gesundheitsamt Frankfurt/Main.

